Dickdarm-Operation
in der Praxis für Allgemeinchirurgie und Gefäßchirurgie in Nürnberg.
Es gibt 2 Gründe, den Dickdarm zu operieren, einmal beim Dickdarmkrebs und zum andern bei der Divertikulitis.
Divertikel sind gutartige Ausstülpungen der Dickdarmwand. Diese können sich entzünden wie bei einer Blinddarmentzündung (Appendizitis), dann spricht man von einer Divertikulitis. Grundsätzlich gilt, dass eine Divertikulitis konservativ, d.h. mit Medikamenten behandelt werden soll (Antibiotika, Nahrungskarenz, Infusionen etc.). Erst bei Auftreten von Komplikationen (Blutung, Perforation = das Divertikel ist durchgebrochen) oder Verengung des Darmes durch die Entzündung = Darmverschluss) muss operiert werden. Allerdings gilt auch, dass nach dem 2 Schub einer Divertikulitits operiert werden sollte, möglichst im beschwerdefreien Intervall.
Bei der Operation wird das von Divertikeln befallene Darmsegment entfernt und der Darm wird wieder zusammengenäht. Nur in seltenen Fällen muss ein künstlicher Darmausgang (Anus Praeter) angelegt werden; und das auch dann nur für eine gewisse Zeit (ca. 3 Monate).
Beim Dickdarmkrebs muss die Resektion des Darmes großzügiger erfolgen, damit alle Lymphknotenstationen mit entfernt werden.
Der stationäre Aufenthalt beträgt ca. 6 – 14 Tage je nach Verlauf. Je nach feingeweblichem Befund (Histologie) muss u.U. auch eine medikamentöse Nachbehandlung (adjuvante Chemotherapie) erfolgen.
